Mit Beginn der Sommerzeit möchten wir einen kurzen Überblick über die wichtigsten fachlichen Ergebnisse des Deutsch-Ungarischen Instituts für Europäische Zusammenarbeit der vergangenen Jahre sowie über jene Initiativen geben, die unsere Arbeit seit der Gründung des Instituts prägen. Von Anfang an setzen wir uns dafür ein, mit unserer fachlichen Tätigkeit den Dialog zwischen Ungarn und dem deutschen Sprachraum zu stärken, das gegenseitige Verständnis zu fördern und zur Vertiefung der wissenschaftlichen, bildungspolitischen und gesellschaftlichen Zusammenarbeit beizutragen.
In den vergangenen Jahren haben wir durch Forschungsprojekte, Analysen, Publikationen, Konferenzen, Fachveranstaltungen, internationale Kooperationen und Begabtenförderungsprogramme zur Stärkung der ungarisch-deutschen Beziehungen beigetragen. Damit einher ging der Aufbau eines umfassenden nationalen und internationalen Partnernetzwerks: Wir haben enge Beziehungen zu Universitäten, Forschungsinstituten, Fachkreisen, Vertretern des öffentlichen Lebens und zivilgesellschaftlichen Organisationen aufgebaut.
Unser Institut hat sich inzwischen nicht nur zu einem der bedeutenden ungarischen Forschungs- und Analysezentren mit Schwerpunkt auf Deutschland und dem deutschen Sprachraum entwickelt, sondern wird auch in Deutschland und im weiteren deutschen Sprachraum zunehmend als fachlicher Referenzpunkt und gefragter Partner für Ungarn-Themen wahrgenommen. Dies zeigt sich unter anderem an der wachsenden Zahl von Anfragen aus deutschsprachigen Medien, Forschungsinstituten und Fachorganisationen sowie an der regelmäßigen Teilnahme unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an internationalen Konferenzen, Fachforen und öffentlichen Debatten.
Seit der Gründung des Instituts haben mehrere hundert Fachveranstaltungen, Konferenzen, Vorträge und Podiumsdiskussionen stattgefunden. In Ungarn haben wir regelmäßig ausländische Delegationen und Besuchergruppen empfangen und ihnen Einblicke in unsere fachliche Arbeit, unsere Begabtenförderungsprogramme sowie in aktuelle Fragen der ungarisch-deutschen Beziehungen ermöglicht. In Deutschland und anderen Ländern des deutschen Sprachraums haben wir durch Konferenzen, Vorträge und fachliche Studienreisen unsere institutionellen Kontakte und den bilateralen Dialog weiter gestärkt.
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Begabtenförderung, die eng an das einzigartige Begabtenförderungsprofil des Mathias Corvinus Collegiums anknüpft. Seit der Gründung des Instituts im Jahr 2020 engagieren wir uns sowohl im Rahmen des Mittelschulprogramms als auch des Universitätsprogramms für die Ausbildung und Förderung von Schülerinnen, Schülern und Studenten – in vielen Fällen auch mit besonderen und unkonventionellen Programmen und Möglichkeiten.
In den vergangenen Jahren haben mehr als 100 Studenten an 13 unserer Kurse sowie mehr als 120 Studenten an neun unserer Akademien teilgenommen. Eine besondere Bedeutung für die praktische Erfahrung haben die von uns organisierten fachlichen Studienreisen in den deutschen Sprachraum: Bislang haben wir 11 Studienreisen durchgeführt, an denen insgesamt 100 Schülerinnen, Schüler und Studenten teilgenommen haben. Im Rahmen des Mittelschulprogramms fanden darüber hinaus 19 Vorträge statt. An unserem Praktikumsprogramm haben bislang 35 Praktikantinnen und Praktikanten teilgenommen, darunter fünf Studenten.
Unsere Fachveranstaltungen erreichen ein breites Publikum: An unseren öffentlichen Veranstaltungen in Budapest haben in den vergangenen fünfeinhalb Jahren mehr als 3.000 Studenten teilgenommen, bei unseren Veranstaltungen außerhalb Budapests waren es mehr als 1.200 junge Menschen. Darüber hinaus haben wir die individuelle Betreuung und Mentoring von mehr als 15 Studenten unterstützt und neun Studenten mit Mobilitätsstipendien dabei geholfen, eine geeignete Praxis- oder Forschungseinrichtung zu finden.
Unsere Begabtenförderungsaktivitäten bilden somit ein aufeinander aufbauendes System aus Ausbildung, praktischer Erfahrung, internationaler Mobilität, Mentoring und Gemeinschaftsbildung. Unser Ziel ist es, jungen Menschen nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern zugleich ihre fachlichen, sprachlichen, interkulturellen und diplomatischen Kompetenzen zu fördern und ihnen unmittelbare Einblicke in die fachliche und gesellschaftliche Welt des deutschen Sprachraums zu ermöglichen.
Die Ergebnisse und Erfahrungen der vergangenen Jahre wollten wir auch in einer umfassenden Publikation dokumentieren. Die Zusammenstellung vermittelt einen detaillierten Einblick in unsere Forschungs- und Publikationstätigkeit, unsere Veranstaltungen, unsere internationale Präsenz und unsere Begabtenförderungsprogramme sowie in die von uns empfangenen Delegationen und Fachbesuche. Darüber hinaus werden jene Initiativen vorgestellt, mit denen wir aktiv zur Stärkung des wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Dialogs zwischen Ungarn und dem deutschen Sprachraum beigetragen haben.
Eine besondere Bedeutung der Publikation liegt darin, dass auch unsere ungarischen und internationalen Partner, fachlichen Kooperationspartner und Wegbegleiter zu Wort kommen. Ihre Gedanken und Rückmeldungen bestärken uns darin, dass Kooperationen, die auf gegenseitigem Vertrauen und fachlichem Dialog beruhen, langfristig einen nachhaltigen Mehrwert schaffen.
Wir hoffen, dass die Zusammenstellung nicht nur einen umfassenden Einblick in die bisherige Tätigkeit unseres Instituts gibt, sondern auch das fachliche Netzwerk und die Kooperationsstrukturen sichtbar macht, die wir in den vergangenen Jahren gemeinsam aufgebaut haben. Die bisher erzielten Ergebnisse bilden eine solide Grundlage dafür, auch in Zukunft mit neuen Forschungsprojekten, Programmen, internationalen Partnerschaften und Begabtenförderungsinitiativen die Beziehungen zwischen Ungarn und dem deutschen Sprachraum zu stärken und zum europäischen fachlichen Dialog beizutragen.
Einen umfassenden Überblick über die fachliche Arbeit und die wichtigsten Ergebnisse unseres Instituts in den vergangenen Jahren finden Sie hier.
Einen detaillierten Bericht über unsere Begabtenförderungsaktivitäten und die Programme der vergangenen Jahre finden Sie hier.